Panikattacke – Was kann ich im Moment tun?
Eine Panikattacke kann sehr plötzlich auftreten. Viele Menschen erleben dabei starke Angst und haben das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren oder ernsthaft krank zu sein. Auch wenn sich eine Panikattacke sehr bedrohlich anfühlt, ist sie in der Regel nicht lebensgefährlich.
Das Wichtigste zuerst: Du bist nicht allein. Viele Menschen erleben Panikattacken. Sie gehen vorbei, auch wenn sie sich in diesem Moment überwältigend anfühlen.
Woran erkenne ich eine Panikattacke?
Eine Panikattacke beginnt oft plötzlich und erreicht innerhalb weniger Minuten ihren Höhepunkt.
Häufige Anzeichen können sein:
- Herzrasen oder Herzklopfen
- Atemnot oder das Gefühl, keine Luft zu bekommen
- Zittern oder Schwitzen
- Schwindel
- Engegefühl in der Brust
- Kribbeln in Händen oder Füssen
- Übelkeit
- das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren
- Angst zu sterben
- das Gefühl, alles sei unwirklich
Was kann ich im Moment tun?
Nicht jede Strategie hilft jedem Menschen gleich. Probiere aus, was dir guttut.
Das kann helfen:
- erinnere dich daran, dass die Panikattacke wieder vorbeigeht
- atme ruhig und langsam ein und aus
- konzentriere dich bewusst auf deine Umgebung
- nenne fünf Dinge, die du sehen kannst
- spüre den Boden unter deinen Füssen
- trinke einen Schluck Wasser
- wenn möglich, bleibe dort, wo du gerade bist
- rede mit einer vertrauten Person
- öffne langsam die Hände und lockere bewusst Schultern und Kiefer
Was sollte ich möglichst vermeiden?
Während einer Panikattacke möchten viele Menschen sofort flüchten. Das ist verständlich, hilft langfristig jedoch oft nicht.
Wenn möglich:
- vermeide vorschnelle Flucht
- versuche nicht gegen die Angst anzukämpfen
- vermeide hektisches Atmen
- verurteile dich nicht für deine Reaktion
- Erinnere dich daran: Auch wenn es sich anders anfühlt, geht eine Panikattacke wieder vorbei.
Wann sollte ich Unterstützung holen?
Wenn Panikattacken häufiger auftreten, du aus Angst bestimmte Orte oder Situationen meidest oder dein Alltag dadurch eingeschränkt wird, ist es sinnvoll, Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Gemeinsam können Wege gefunden werden, mit der Angst umzugehen und wieder mehr Sicherheit im Alltag zu gewinnen.
Du bist nicht allein
Eine Panikattacke fühlt sich oft an, als würde sie nie enden. Doch sie geht vorbei. Viele Menschen lernen mit der Zeit, ihre Angst besser zu verstehen und wieder Vertrauen in sich selbst zu entwickeln.
Es ist völlig in Ordnung, Hilfe anzunehmen.
Du musst diesen Weg nicht alleine gehen
Wenn du das Gefühl hast, dass dir ein Gespräch guttun könnte, begleite ich dich gerne ein Stück auf deinem Weg. Gemeinsam schauen wir in Ruhe, welche nächsten Schritte dir helfen können.
Wichtig: Wenn zum ersten Mal starke Beschwerden wie Brustschmerzen, Atemnot oder andere körperliche Symptome auftreten oder du unsicher bist, solltest du diese ärztlich abklären lassen.
